Definition der grundlegenden Europäischen Werte und deren Bedeutung für die Gesellschaft

Problemhintergrund

Jede Gesellschaft hat ihre Geschichte mit den aus ihr entstandenen Werten. Gemeinsame Werte verbinden die einzelnen Individuen, sodass eine Gesellschaft entsteht. Sind den einzelnen Mitgliedern die grundlegenden Werte ihrer Gesellschaft und deren geschichtliche Herkunft nicht mehr klar, verliert die Gesellschaft ihren Klebstoff. In Europa erhalten die meisten Menschen Geschichtsunterricht, aber nur wenige wissen, welche unsere grundlegenden Europäischen Werte sind. Verliert eine Gesellschaft den Sinn für ihre Werte, wird sie nicht im Stande sein dieses Fundament des Gesellschaftssystems zu schützen und zu erhalten.

Vormals geschätzte Einrichtungen und Errungenschaften werden auf Grund des mangelnden Wissens nicht mehr als solche empfunden. Wer den Vergleich zwischen „vorher und nachher“ nicht ziehen kann, erlebt den momentanen „Ist-Zustand“ als selbstverständlichen „Normalzustand“. Aus fehlendem historischem Wissen ist vielen Mitgliedern unserer europäischen Gesellschaften nicht mehr bewusst, dass der momentane „Normalzustand“ ein über Jahrhunderte entstandenes, vielfach erkämpftes Gesellschaftssystem ist, das auf dem Fundament ganz bestimmter Werte ruht.

Geht das Wissen um unsere Werte und deren Bedeutung verloren, verlieren wir gleichzeitig das Fundament unserer freien, modernen, demokratischen europäischen Gesellschaft.

Ziel & Nutzen

Ziel dieser Arbeit ist es, die grundlegenden Werte zu finden aus denen sich alle Europäischen Werte ableiten lassen. Es soll sowohl ihre Entstehungsgeschichte als auch ihre Bedeutung für unsere heutige Gesellschaft beschrieben werden.

Weiters soll dargestellt werden, wie die einzelnen Werte aufeinander aufbauen und wie sie miteinander verbunden sind.

Nutzen dieser Arbeit ist es, Wissen über unsere grundlegenden Europäischen Werte zu vermitteln und das Verständnis zu schaffen, warum diese Werte das Fundament unserer freien, modernen, demokratischen europäischen Gesellschaften sind und welche Bedeutung sie für unsere heutige Gesellschaft, sowie für den Alltag des Einzelnen haben.

Was ist überhaupt ein „Wert“?

Einfach ausgedrückt könnte man sagen: „Ein Wert entsteht aus einer Wertung.“

Durch die Wertung entscheidet z.B. eine Gesellschaft, welcher Wert ihr wichtiger ist als ein anderer. Diese Wertung ist aber keine bewusste, aktive Entscheidung, die man trifft, etwa wenn wir etwas wünschen oder ablehnen. Vielmehr ist es ein unbewusstes, passives Ergriffensein auf Grund einer vordefinierten, unterbewussten Prägung, die sich vor allem durch unsere Erziehung, Religion, und Kultur in uns entwickelt hat. Wertebindungen sind daher nicht oberflächliche Bewertungen oder Wünsche, die wir bei einem logischen Einwand leicht aufgeben können, sondern sie sind emotional beladene, tief in uns verwurzelte Vorstellungen über das „Wertvolle“ und „Wünschenswerte“.

Die Summe der individuellen Wertebindungen definiert, welche Werte in einer Gesellschaft „geachtet“ werden und welche Werte gesellschaftlich „geächtet“ sind. Die Wertebindungen in unserem Denken beeinflussen unsere Handlungen, und unsere Handlungen prägen unsere Kultur. Die europäische Kultur ist in ihrem Denken und Handeln durch Europäische Werte geprägt!

Werte sind die konstitutiven Elemente der Kultur, sie definieren Sinn und Bedeutung für die Menschen innerhalb eines Sozialsystems (Gesellschaft).

Aus Werten leiten sich Regeln und Normen einer Gesellschaft ab.

Unter diesem Gesichtspunkt wird deutlich, dass Werte eine tiefe Bedeutung für das jeweilige Sozialsystem haben, da sie dieses ganz maßgeblich beeinflussen, regeln und regulieren.

Direkt gesagt: Die Werte sind das Fundament einer Gesellschaft!

Es ist durchaus möglich, dass spezifische Werte einer bestimmten Kultur, Personen aus anderen Kulturen als unwert, abscheulich, verfolgenswürdig, verächtlich oder unlogisch erscheinen. Denn welche Werte von jemandem als wichtig angesehen werden bzw. was überhaupt „von Wert“ ist, wird durch die Kultur in der die betreffende Person aufwächst, erstmalig vordefiniert.

Was wird unter dem Begriff „grundlegende Europäische Werte“ verstanden?

Unter dem weit reichenden Sammelbegriff „Europäische Werte“ werden auch gern Errungenschaften aus der europäischen Kunst wie Malerei, Architektur, Literatur, Musik, usw. mit aufgezählt.

Unter dem Begriff „grundlegende Europäische Werte“ jedoch werden hier nur all jene Europäischen Werte aufgezählt, aus denen sich das Fundament unserer freien, modernen, demokratischen europäischen Gesellschaft direkt entwickelt hat.

Die Europäische Hochkultur entstand in 6 Stufen:
Den 6 grundlegenden Europäischen Werte

Diese 6 Europäischen Werte zusammen ergeben ein voll entwickeltes „Humanistisches Weltbild“

Das humanistische Weltbild ist in der Antike bei den Griechen entstanden und wurde durch die Renaissance, der Wiedergeburt der Antike, und der damit verbundenen Wiedergeburt des humanistischen Denkens neu entfacht.

Ein voll entwickeltes humanistisches Weltbild entsteht auf dem Fundament der oben dargestellten sechs Stufen. Diese sechs Stufen sind gleichzeitig die sechs grundlegenden europäischen Werte, die die Basis für unsere heutige europäische Hochkultur sind. Aus ihnen lassen sich alle anderen europäischen Werte ableiten.

Das humanistische Weltbild startet mit dem Denken dem Menschen einen Wert zu geben (Humanistisches Denken) und schließt mit dem Denken allen Menschen einen Wert zu geben (Menschenrechte).

Es ist eine Weltsicht von Menschen für Menschen.

Stufe 1 – Humanistisches Denken

Das lateinische Wort „humanus“ bedeutet „menschlich, menschenfreundlich, gebildet, kultiviert“. Das lateinische Wort „humanitas“ bedeutet „Menschlichkeit“. Unser heutiges humanistisches Denken wird neu eingeleitet durch die Zeit des „Humanismus“. Der Humanismus bezeichnet ein Denken und Handeln, das auf dem Bildungsideal der griechischen und römischen Antike gründet. Dieses zeichnet sich durch das Bewusstsein für die Würde des Menschen aus.

In der Zeit der Renaissance wurde diese Geistesströmung neu entdeckt und wieder belebt.

Der Entwicklungsbeginn der heutigen Europäischen Werte ist die Abkehr vom theozentrischen Weltbild (Gott steht im Mittelpunkt) des Mittelalters. Es kommt zu einer Hinwendung zum anthropozentrischen Weltbild der Neuzeit. „Anthropos“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Mensch“. In diesem Weltbild steht also der Mensch im Zentrum. Das Wohlergehen des einzelnen Menschen wird immer mehr zum Mittelpunkt des Handelns und Denkens.

Stufe 2 – Rationalität

Das lateinische Wort „ratio“ bedeutet „Vernunft, Verstand“. Ein Rationalist legt seiner philosophischen Welterklärung vor allem die vernünftige Schlussfolgerung zu Grunde. Als Rationalität wird eine Geisteshaltung bezeichnet, die das rationale Denken, also das von der Vernunft bestimmte Denken, als einzige Erkenntnisquelle ansieht.

Rationalität bedeutet, dass man Aussagen anhand ihres Inhaltes beurteilt und nicht auf Grund der Autorität oder Institution, die diese gemacht hat. Auch erfolgt die Beurteilung nicht danach, wie viele Menschen diese Aussage teilen, oder auf Grund der Tatsache, dass die Aussage einem Gott zugeschrieben wird. Rationalität beinhaltet auch die Fähigkeit, selbst sogenannte „gottgegebene Argumente“ als falsch entlarven zu können. Verknüpft mit der griechischen Tradition der logischen Debatte wird das rationalistische Prinzip in zahlreichen Zusammenhängen angewendet und bildet auch den Kern wissenschaftlichen Arbeitens. Im Zeitalter der Aufklärung wurde die Vernunft von Descartes und anderen Philosophen und Wissenschaftlern auf immer mehr Lebensbereiche angewendet, wodurch Aberglaube entlarvt und eine wissenschaftliche Revolution entfacht wurde.

Stufe 3 – Säkularität

Säkularität = Trennung von Staat & Religion

Säkularität bezeichnet die Trennung staatlicher und religiöser Organisationen per Gesetz. Die Trennung von Politik und Religion, Staat und Staatskirche.

Entwicklung vom Mittelalter bis heute

  • Den säkularen Menschen zeichnet im Gegensatz zum religiösen Menschen aus, dass er seine Religion nur mehr im privaten Bereich praktiziert und „göttliche Politik“ von der „irdischen Politik“ zu trennen weiß.
  • Den säkularen Menschen zeichnet im Gegensatz zum religiösen Menschen aus, dass er die Gesetze der Menschen achtet und die Religion nur als Mittel der persönlichen und privaten Entwicklung ansieht.
  • Den säkularen Menschen zeichnet im Gegensatz zum religiösen Menschen aus, dass er keine religiösen Gesetze, die „von Gott“ oder Gottesmännern stammen, befolgen oder Angst vor Bestrafungen durch religiöse Instanzen haben muss. Der säkulare Mensch ist an die Gesetze seines Staates, die von Menschen gemacht wurden, gebunden. Es unterliegt seiner persönlichen Freiheit, ob er/sie religiöse Vorschriften befolgen möchte oder nicht.

Religion hat sich heute nicht mehr in das Denken und Handeln des Einzelnen einzumischen, sie hat keine Denk- und Handlungsverbote mehr auszusprechen. Religiöse Regeln zu befolgen obliegt der persönlichen Freiheit des Einzelnen. Niemand kann mehr gezwungen werden, bestimmte religiöse Handlungen zu vollziehen, oder bestraft werden, wenn er dies nicht tut. Religion ist Privatsache und muss sich unter allen Umständen der Verfassung und den Grundgesetzen unterordnen. Die Deutungshoheit der Welt und ihrer Phänomene liegt allein bei der Vernunft. Nur der klare Verstand entwickelt immer wieder neue Wege, sich den ständig ändernden Bedingungen der Welt anzupassen und Lösungen zu finden.

Erst durch den Einsatz von Vernunft konnte es zur Säkularisierung kommen, da erst das rationale Denken religiöse Dogmen demontieren konnte. Dadurch entstand in späterer Folge der Wunsch, dass das gesellschaftliche Zusammenleben durch vernünftige statt durch dogmatische Vorschriften geregelt werden sollte. Die Trennung von religiöser und weltlicher Macht wurde mehr und mehr angestrebt, und die Säkularität konnte in Europa verwirklicht werden.

Diese strikte Trennung von weltlicher und religiöser Macht ist aus mehreren Gründen für unsere heutige Gesellschaft äußerst wichtig:

Besitzt die Religion politische und gesellschaftliche Macht, ist es ein allzu menschlicher Zug, dass die Inhaber dieser Macht diese gerne behalten möchten. Solch ein Streben ist in diesem Zusammenhang jedoch problematisch, da das Glaubensgebäude, das diese Macht legitimiert, natürlich unter allen Umständen erhalten werden muss. Wenn Religion politische und weltliche Macht besitzt, ist die Wissenschaft eine Bedrohung für diese Macht, denn wenn die Wissenschaft auf Grund ihrer Erkenntnisse religiöse Dogmen als unlogisch aufdeckt, verlieren die religiösen Machthaber die Legitimation für ihre Regeln oder Gesetze. Nur die strikte Trennung von weltlicher und religiöser Macht garantiert, dass die Wissenschaft frei arbeiten und die Entwicklung unserer Gesellschaft stützen kann. Genau diese Trennung ist ein Grund für die wirtschaftliche und soziale Erfolgsgeschichte Europas!

Außerdem sorgt diese Trennung dafür, dass die Gesetze, die wir für unser Zusammenleben entwickelt haben, von Menschen gemacht sind. Aus diesem Grund können sie auch von Menschen wieder geändert und an neue Entwicklungen angepasst werden. Dadurch sind die Gesetze für den Menschen da und nicht der Mensch für die Gesetze. Wenn religiöse Instanzen Gesetze für das gesellschaftliche Zusammenleben bestimmen, dann berufen sich diese auf Gott. Da Gottes Wort als unfehlbar gilt, sind diese Gesetze dann im Allgemeinen nicht veränderbar und können, wenn sie veraltern, zu einer großen Belastung und Einschränkung für eine Gesellschaft werden. Man denke an Gesetze aus dem Mittelalter, die heute Anwendung finden sollen, wie z.B. die religiöse Scharia-Gesetzgebung im Iran: Steinigung bei Ehebruch oder Abhacken der Hände bei Diebstahl.

Krönung des Kaisers durch den Papst

 

Säkularität ist die Scheidung der Ehe zwischen weltlicher und religiöser Macht.

Stufe 4 – Rechtsstaatlichkeit

Der moderne Rechtsstaat hat seine Wurzeln in der Philosophie der Aufklärung, wobei ein Durchbruch erst im 18. Jahrhundert mit der Französischen Revolution gelang.

Rechtsstaatlichkeit beinhaltet im Wesentlichen 4 Prinzipien:

      • Grundrechte (Grundgesetz)
        Rechtsstaatlichkeit ist gleichbedeutend mit „Freiheit vom Staat”. Der Einzelne hat Grund- und Freiheits- bzw. Menschenrechte, über deren Nichtgewährung oder Verletzung eine unabhängige Instanz wacht, die der Einzelne zur Durchsetzung seiner Ansprüche anrufen kann. Diese Rechtsstaatlichkeit macht keine Unterschiede und steht jedem Bürger gleichermaßen zu („Gleichheit vor dem Gesetz”).
      • Gewaltenteilung
        Ein Rechtsstaat ist ein Staat, in welchem es eine Bindung der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit an die Gesetzgebung gibt. Unter Gewaltenteilung versteht man die Trennung der Staatsgewalten (Gesetzgebung, Verwaltung, Gerichtsbarkeit), sprich die Aufteilung der Staatsmacht auf Legislative (gesetzgebende Organe), Exekutive (Staatsgewalt vollziehende Organe) und Judikative (rechtsprechende Organe).

      • Berechenbarkeit staatlichen Handelns
        In einem Rechtsstaat wird die Rechtsordnung in einer Art und Weise inhaltlich vorher bestimmbar formuliert, die dem jeweiligen Bürger ein gesetzeskonformes Verhalten ermöglicht bzw. durchsetzbare Ansprüche gewährt. D.h. dass staatliches Handeln vorhersehbar und berechenbar ist.

      • Sicherungsmechanismen.
        „Checks and balances“
        Durch die Sicherungsmechanismen kontrollieren sich die 3 Staatsorgane ständig gegenseitig, damit es zu keinem Missbrauch der jeweiligen Macht kommen kann. Falls eine der Staatsgewalten versucht, ihren Machtbereich auszuweiten oder in den Bereich einer anderen einzugreifen, besitzen die beiden anderen Staatsorgane entsprechende Sicherungsmechanismen, um die eigenen Interessen zu verteidigen.

Besonderes Augenmerk muss hier immer auf die Legislative bzw. die Klasse der „Politiker“ gerichtet sein, denn sie bestimmen neue Beamten, Richter, Staatsanwälte und auch über die Einleitung von Strafverfahren, usw.

Stufe 5 – Demokratie

Was bedeutet „Demokratie“?

Demokratie ist zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern „demos“ für „Volk“ und „kratein“ für „herrschen“ und bezeichnet eine Volksherrschaft bzw. eine Herrschaft durch das Volk.

„Demokratie“ ist die Bezeichnung für eine politische Ordnung, in der sich die Herrschaft auf den Willen des Volkes beruft und die Regierenden dem Volk rechenschaftspflichtig sind.

Welche Grundstandards muss eine Demokratie erfüllen?

Eine Demokratie ist nur dann eine Demokratie,

  • wenn die tatsächliche Herrschaft vom Volk ausgeht.
  • wenn die Herrscher (die vom Volk gewählten Vertreter) regelmäßig durch das Volk in freien Wahlen neu gewählt werden.

1) Welche Grundstandards muss eine demokratische Regierung erfüllen?

  • Freie Wahlen
    In einer Demokratie wird die Regierung in regelmäßiger, freier, geheimer, unverfälschter und allgemeiner Volkswahl gewählt und kann vom Volk bzw. seinen Repräsentanten auch abgewählt werden. Zusätzlich wird die Regierung vom Volk bzw. seinen Repräsentanten kontrolliert.
  • Demokratische Verfassung
    Die Regierung ist ferner auf das Rechtsstaatsprinzip (d. h. ihre Handlungen müssen mit der Verfassung und den Gesetzen übereinstimmen) und auf das Mehrheitsprinzip (d. h. ihre Handlungen müssen dem Mehrheitswillen folgen) aufgebaut.
  • Vorhandensein einer Opposition
    Ein weiteres zentrales Merkmal der Demokratie ist ein hohes Maß an Meinungsfreiheit und -vielfalt sowie das Vorhandensein einer Opposition.
  • Mindestens 2 Parteien, die 2 unterschiedliche Standpunkte vertreten, die unter Berücksichtigung demokratischer Spielregeln miteinander umgehen.
  •  

2) Welche Grundstandards muss eine demokratische Wahl erfüllen?

  • Gleichheit: Jeder Wahlberechtigte muss an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen dürfen und hat genau eine Stimme.
  • Freiheit: Es darf kein Zwang ausgeübt werden. Um dem vorzubeugen, wird häufig geheim gewählt.
  • Passives Wahlrecht: Jeder Wahlberechtigte sollte bei Personalentscheidungen kandidieren dürfen.
  • Alternativen: Eine echte Entscheidung kann nur getroffen werden, wenn es mehrere Alternativen gibt.
  • Resultat: Sieger ist der, der am meisten demokratische Stimmen für sich gewonnen hat (Mehrheitsprinzip) oder der, der nach den demokratischen Spielregeln laut Verfassung zum Sieger erklärt wird.

Was ist keine Demokratie?

Es ist keine Demokratie,

  • wenn eine Diktatur vorherrscht, d.h. eine Zwangsherrschaft durch einen Diktator, eine politische Partei oder eine andere Gruppe.
  • Militärdiktatur: Herrschaft durch das Militär
  • Diktatur des Proletariats (Kommunismus: Eine einzige Partei herrscht diktatorisch!)
  • Theokratie: (griechisch „theos“ = Gott) ein Gottesstaat, Herrschaft durch eine göttlich erwählte Person oder die Priesterklasse, wörtlich „Gottesherrschaft“ mit einem weltlichen und geistlichen Herrscher in einer Person.
  • wenn die Herrscher bestimmen, wer Herrscher bleibt.
  • wenn es keine freien und regelmäßigen Wahlen gibt.
  • wenn die Opposition keinen Zugang zu den Medien hat, sich nicht Gehör verschaffen kann.
  • wenn die Presse nicht frei berichten kann.
  • wenn Menschen willkürlich vom aktiven oder passiven Wahlrecht ausgeschlossen werden.
  • wenn es nur eine Partei gibt.
  • wenn der Staat kein säkularer Rechtsstaat ist, es z.B. keine Meinungsfreiheit gibt, usw.

Eine Demokratie kann erst dann richtig funktionieren, wenn sie das davor herrschende politische Machtsystem vollständig umgewandelt hat.

Die Staatsform einer funktionierenden Demokratie zu etablieren ist außerordentlich schwierig. Sie kann sehr leicht wieder verloren gehen und in eine der oben beschriebenen Formen einer „Pseudodemokratie“ umgewandelt werden.

Stufe 6 – Menschenrechte

Die Allgemeinen Menschenrechte sind der größte Erfolg menschlicher Entwicklung, denn zum ersten Mal sollten die gleichen Rechte für alle Menschen weltweit gelten!

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“

Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Für alle 30 Artikel plus Vorwort, welche am 10. Dezember 1948 von der UNO verabschiedet wurden, siehe: http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Die 3 Säulen der Menschenrechte:

Freiheit: Alle Menschen besitzen Gedanken-, Gewissens-, Religions-, Presse- und die Meinungsfreiheit, welche durch die Menschenrechte geschützt werden.

Gleichheit: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz. D.h. es darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen , Geburt oder sonstigem Stand. Jeder genießt den gleichen Schutz vor allen Formen der Diskriminierung, einschließlich der vollen Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Solidarität: Alle Menschen besitzen auch wirtschaftliche und soziale Rechte, wie etwa das Recht auf soziale Sicherheit, gerechte Bezahlung, das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, Gesundheit und das Recht auf Zugang zur Bildung, welcher integraler Bestandteil des Menschenrechtssystems ist.

Diese Rechte sind in folgenden fünf Rubriken näher ausgeführt: politische, bürgerliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte.

Menschenrechte sind beschränkt durch die Rechte und Freiheiten anderer oder durch Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des Gemeinwohls in einer demokratischen Gesellschaft (Art. 29 AEMR). Die Menschenrechte anderer müssen anerkannt, nicht nur geduldet werden. Einzelne Menschenrechte dürfen nicht dazu verwendet werden, um andere Menschenrechte zu verletzen (Art. 30 AEMR).

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) ist der elementarste Grundrechtskatalog der Weltgemeinschaft und wie es im Vorwort heißt „das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal“.

Mit dieser Erklärung schließt sich der Kreis, der mit dem Humanistischen Denken begann. Denn das Humanistische Denken war der erste Schritt auf einem Weg, der zu einer menschenzentrierten internationalen Ordnung führte. In dieser neuen Ordnung lasst der Mensch seine Handlungen nicht mehr von staatlichen oder religiösen Institutionen einengen.

Die Geschichte wiederholt sich

In den vorhergegangenen Kapiteln wurden die einzelnen Europäischen Werte definiert und ihre stufenweise Entstehungsgeschichte beleuchtet. Nun sollen sie innerhalb eines etwas breiteren geschichtlichen Kontextes dargestellt werden. Es werden wichtige gesellschaftliche Entwicklungen und andere relevante Meilensteine angeführt, sodass die Europäischen Werte innerhalb der komplexen Geschichte Europas verstanden und eingeordnet werden können.

Die folgenden Erläuterungen und Grafiken beruhen auf folgender Zeiteinteilung:

  • Altertum (3.500 v. Chr. – 500 n. Chr.)
  • Antike (800 v. Chr. – 500 n. Chr.)
  • Mittelalter (500 – 1500)
  • Neuzeit (1500 – heute)

Humanistische Entwicklung in Europa

Diese Grafik veranschaulicht das Zu- oder Abnehmen von humanistischen bzw. Europäischen Werten anhand dem Vorhanden- oder Nicht-Vorhandensein der „6 Stufen zu einer humanistischen Gesellschaft“.

Unter besonderer Berücksichtigung dieser Entwicklungen und Ereignisse:

  • Griechische Antike (800 – 146 v. Chr.)
  • Römische Antike (509 v. Chr. – 500 n. Chr.)
  • Christentum wird Staatsreligion (380 n. Chr.) [13]
  • Renaissance (1450-1600)
  • Reformation (1517-1600)
  • Aufklärung (1600-1800)
  • Franz. Revolution (1789)

Humanistische Entwicklung der Antike und der Neuzeit im Vergleich
Historische Belege über die Entstehung der 6 Stufen

  Antike: Neuzeit:
Menschenrechte: Wurzeln der Menschenrechte in der Attischen Demokratie und im Römischen Recht [1] Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948 [2]
Demokratie: Erste Demokratien der Antike:

Attische Demokratie 461 – 322 v. Chr.

Römische Republik 509 – 27 v. Chr. [3]

Erste Demokratien der Neuzeit:

USA 1787

Polen, Frankreich 1791 [4]

Rechtsstaatlichkeit: Erste Rechtsstaatlichkeit führte zur Attischen Demokratie und wurde dann

weiterentwickelt zum „Römischen Recht“ ab 450 v. Chr. [5]

Ab 1689 (Bill of Rights) blieb Rechtsstaatlichkeit die Hauptforderung der Franz. Revolution und mündete in den ersten Verfassungen: USA 1787, Polen 1791 [6]
Säkularität: 5. und 4. vorchristliches Jahrhundert des antiken Griechenlands gelten als klassische Periode erster Säkularisierung (bis 380 n. Chr.) [7] In Europa begann die Säkularisierung mit der Aufklärung und wurde eine der Hauptforderungen der Französischen Revolution. [8]
Rationalität: Ab 600 v. Chr.: Thales von Milet gilt als erster Philosoph und als Begründer von Philosophie und Wissenschaft überhaupt. [9] Ab 1640: Den klassischen Rationalismus lässt man üblicherweise mit René Descartes beginnen. [10]
Humanistisches Denken: Antiker Humanismus (Griechen, Römer) ab 600 v. Chr. – 500 n. Chr.

Der Übergang vom Theozentrismus zum Anthropozentrismus fand erstmals bereits in der Antike statt und wurde von dem griechischen Philosophen Thales von Milet 600 v. Chr. eingeleitet.[11]

Renaissance-Humanismus ab 1450 bis heute. [12]
 

Wodurch kommt es zum Wechsel im Weltbild?

Wechsel vom humanistischen Weltbild der Antike zum christlich-theozentrischen Weltbild des Mittelalters

Die von Griechen und Römern geprägte Epoche geht zu Ende – das Mittelalter senkt sich über Europa.

  • Das Christentum erobert zuerst das römische Weltreich und dann auch schrittweise den Rest Europas. 380 n. Chr. wird es zur römischen Staatsreligion, 391 werden heidnische Kulte verboten (als monotheistische Religion kann es keine fremden Götter dulden). So wird Europa bis etwa 600 weitgehend christianisiert, hauptsächlich durch die Tätigkeit irischer Missionare. Etwa um 500 beginnt unter König Chlodwig I., der mit seinem Volk geschlossen zum Christentum übergetreten war, der Aufstieg des Fränkischen Reiches, das sehr bald auf den Überresten des Weströmischen Reiches und der Reiche der anderen germanischen Völker seine Vorherrschaft in West- und Mitteleuropa begründet. Den Höhepunkt dieser Entwicklung stellt die Krönung Karls des Großen zum römischen Kaiser durch den Papst an Weihnachten des Jahres 800 dar.
  • Das Römische Reich zerfällt in ein West- und ein Oströmisches Reich (395). Das Weströmische Reich zerfällt 476, während das Oströmische Reich noch bis 1453 überdauert.
  • Die Völkerwanderung (375 – 568) beschleunigt den Untergang des Weströmischen Reiches und damit das Ende der Antike. Unter dem Ansturm der germanischen Stämme und der gefürchteten Hunnen zerbricht die Macht Roms, welche innerhalb der Reichsgrenzen Frieden, Recht und Ordnung garantierte. Rom wird im 5. Jahrhundert n. Chr. mehrmals geplündert und der letzte römische Kaiser 476 n. Chr. abgesetzt.
  • Im Orient entsteht im frühen 7. Jahrhundert eine neue Macht, welche mit dem Weltbild der Antike bricht – der Islam. 632 n. Chr. beginnt die arabische Expansion.
  • Der christliche Glaube setzt der Wissenschaft enge Grenzen und reglementiert alle Bereiche des Lebens.
  • Einen philosophischen Paradigmenwechsel stellt der Übergang von der Antike zum Mittelalter dar, in dem christliches Denken antikes Denken ablöst. Im Jahr 529 n. Chr. wurde die Platonische Akademie in Athen geschlossen und das erste christliche Kloster gegründet, sprich die „platonische“ Zeit der Antike wurde vom Christentum abgelöst.
  • Weil Bildung nur eine Sache der gesellschaftlichen Eliten ist, geht das Wissen der Antike sehr schnell verloren – es überdauert die Jahrhunderte des Mittelalters in den Büchern, aber nicht in den Köpfen der Menschen.

Wechsel vom christlich-theozentrischen Weltbild des Mittelalters zum humanistischen Weltbild der Neuzeit

  • Kolumbus entdeckt Amerika (1492).
  • Die Osmanen erobern Konstantinopel (1453), das Oströmische Reich fällt, viele griechische Gelehrte flüchten nach Westeuropa und verhelfen dort dem Humanismus zum Aufblühen.
  • Der Humanismus tritt der mittelalterlichen Scholastik entgegen. „Scholastik“ bezeichnet die Gesamtheit der mittelalterlichen Theologie und Philosophie, im engeren Sinne alle Versuche, die kirchlichen Dogmen des Katholizismus mit philosophischen Mitteln rational begründen zu wollen. War im Mittelalter rationales Denken von der Kirche nur soweit geduldet, wie es die katholischen Dogmen nicht verletzte, weitet sich nun der Raum für eigenständiges, vernunftbegründetes und humanistisches Denken wieder. Löste im Mittelalter christliches Denken antikes Denken ab, so passiert es jetzt umgekehrt.
  • Durch die Erfindung des Buchdrucks (1450) verbreiten sich das neue humanistische Denken sowie die „deutsche“ Lutherbibel sehr schnell.
  • Luthers Thesen leiten die Reformation des Katholizismus ein (1517).
  • Die kulturgeschichtliche Epoche der Renaissance (Wiedergeburt der Ideale der Antike) beginnt.
  • Das geozentrische Weltbild (Ptolemäus: Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums und alles dreht sich um die Erde) wird durch das heliozentrische Weltbild (Nikolaus Kopernikus: Die Erde dreht sich um die Sonne) abgelöst. Dieser Wechsel im astronomischen Weltbild läutet das Ende des ideologischen Monopols ein, das die Kirche im Mittelalter innehatte. Das Weltdeutungsmonopol geht von der Kirche (von kirchlich vorgegebenem Denken und dogmatischer Vorherrschaft des christlichen Klerus) schrittweise zu den Naturwissenschaften über.
  • Ein Wechsel im Leitbild vollzieht sich, weg vom christlichen Denken des Mittelalters hin zum humanistischen Weltbild.

Was sind die wichtigsten Unterschiede in den Weltbildern?

Der Hauptunterschied besteht darin, ob ein Weltbild von einem Gott oder durch den Menschen selbst geprägt ist. Ein Weltbild, in dem Gott im Mittelpunkt des Denkens und Handelns steht, ist von diesem Gott überliefert und geprägt. Dieser Gott bestimmt auch, wer seine weltlichen und geistlichen Vertreter auf Erden sind. Diese sollen die Welt nach seinem Willen regieren bzw. verändern. Ein Weltbild, das den Menschen in den Mittelpunkt rückt und vom Menschen selbst gestaltet wurde, ist das humanistische Weltbild. Es ist menschlich, weil Veränderungen im Leben – im staatlichen wie im privaten Bereich – dank seiner Vernunft vom Menschen selbst vorgenommen werden.

Entwicklungsschritte vom Mittelalter bis heute

Diese 6 Stufen führten zum:

a.) Wechsel von einem inhumanen Weltbild zu einem humanen Weltbild

Inhumanes WeltbildHumanes Weltbild
Gott steht im Mittelpunkt!Das Wohlergehen des Gottes steht im Zentrum menschlichen Handelns und Denkens.Humanistisches DenkenDer Mensch steht im Mittelpunkt!Das Wohlergehen der Menschen steht im Zentrum menschlichen Handelns und Denkens.
Der Glaube ist die letztendliche Entscheidungsquelle.VernunftDie Vernunft wird zur letztendlichen Entscheidungsquelle.
Kirche und König herrschengemeinsam.SäkularitätAuftrennen der Machtbefugnisse von allem Göttlichen (für alles Jenseitige) und allem Menschlichen (für allesDiesseitige)
Willkürliche Gesetze durch den König und inhumane Gesetze durch die irdischen Vertreter GottesRechtsstaatlichkeit Gerechtigkeit durch von Menschenhand gemachte säkulare Grundgesetze & Verfassung
Diktatur durch Papst und KönigDemokratiePeriodisch von Menschen gewählte Volksvertreter!
Die heiligen Lehren des Katholizismus müssen für alle Menschen gelten.MenschenrechteEin universelles Gesetz von Menschen für Menschen!

b.) Wechsel in der Beziehung zu staatlichen und religiösen Institutionen

Das bedeutet einerseits einen Wechsel von „mir“ als Diener des Staates zum Staat als meinem Diener im öffentlichen Bereich, andererseits einen Wechsel von „mir“ als Diener der Kirche zu Religion als meinem Helfer im privaten Bereich.

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Unterdrückung durch religiöse und staatliche Institutionen, welche eine individuelle Entwicklung ihrer Untergebenen verhinderte. Vorher war man Diener des Staates und Diener der Religion. Durch die Umsetzung der Europäischen Werte wurde der Staat zum Diener, die Religion zum Helfer. Der Staat ist heute Helfer im öffentlichen Bereich, die Religion (heute) Helfer im privaten Bereich!

Erst durch die Umsetzung der 6 grundlegendsten Europäischen Werte wurde eine Übereinkunft auf Augenhöhe erreicht. Zusammenfassend die Entwicklung der 6 Stufen, kurz und prägnant auf den Punkt gebracht:

Wechsel in der Beziehung zu staatlichen und religiösen Institutionen

Wechsel gegenüber
staatlichen Institutionen
 Wechsel gegenüber
religiösen Institutionen
Emanzipation gegenüber dem StaatHumanistisches DenkenEmanzipation gegenüber der Religion
Hinterfragen des HerrschaftssystemsVernunftHinterfragen der religiösen Dogmen
Trennung von Staat und ReligionSäkularitätReligion wird zur Privatsache
Durch säkulare Verfassung und Grundgesetze wird der Untertan zum BürgerRechtsstaatlichkeitSäkulare Gesetze gelten vor göttlichen Gesetzen
Demokratie ersetztDiktaturDemokratieDie jeweiligen Religionen innerhalb eines Staates werden gleichberechtigt
Menschenrechte werden zum Idealgesetz für den StaatMenschenrechteReligiöse Tätigkeiten dürfen nicht den Menschenrechten widersprechen

Erkenntnis

Die Geschichte Europas ist geprägt von einem ständigen Wechsel zwischen zwei total gegensätzlichen Weltbildern.

Dem theozentrischen Weltbild mit einem Gott im Mittelpunkt und dem humanistischen Weltbild mit dem Menschen als Mittelpunkt.

Zwei völlig mit sich unvereinbare Weltbilder

Theozentrisches WeltbildHumanistisches Weltbild
Vertreter:Christlich-theozentrisches Weltbild des Mittelalters bzw. islamisch-theozentrisches Weltbild von heute (Bsp.: Iran)
Ein Gott hat alles bestimmt!Auch hat er bestimmt, wer über die Gemeinschaft der Gläubigen herrscht und wie!Eine Gemeinschaft aufgeklärter, selbständiger und freier Menschen bestimmt sich selbst!
Unterdrückung durch staatliche InstitutionenUnterdrückung durch religiöse InstitutionenDie 6 grundlegenden Europäischen WerteFreiheit von staatlichen InstitutionenFreiheit von religiösen Institutionen
Gott steht im MittelpunktHumanistisches DenkenDer Mensch steht im Mittelpunkt
Der Glaube steht über der VernunftRationalitätVernunft steht über dem Glauben
Staatliche & religiöse Institutionen arbeiten Hand in HandSäkularitätTrennung von staatlichen & religiösen Institutionen
Willkürliche staatliche GesetzeInhumane„göttliche“ GesetzeRechtsstaatlichkeitGerechtigkeit durch säkulare Verfassung & Grundgesetze
DiktaturGottesstaatDemokratieDemokratie nach westlichem Vorbild
Menschenrechte missachtet von staatlichen InstitutionenMenschenrechte missachtet von religiösen InstitutionenMenschenrechteStaatliche Institutionen sorgen für die Achtung der Menschenrechte

Was macht nun einen heutigen Europäer und Träger Europäischer Werte aus?

Ein heutiger Europäer und Träger Europäischer Werte akzeptiert und schätzt in seinem Denken und Handeln:

  • die universellen Menschenrechte.
  • demokratische Prinzipien.
  • rechtsstaatliche Prinzipien.
  • die Trennung von Politik & Religion.
  • die Urteilsfindung über die Vernunft.
  • den Mensch als Maßstab aller Dinge.

Ein heutiger Europäer denkt und handelt

  • humanistisch,
  • rational,
  • säkular,
  • rechtsstaatlich,
  • demokratisch &
  • menschenrechtsschützend.

Sind diese Europäischen Werte universell?

„Europäische Werte“ dürfen sie durchaus genannt werden, da sie zuerst in Europa und Amerika, der Heimat ausgewanderter Europäer, verwirklicht wurden und den westlichen Kulturkreis heute prägen. Letztlich gehören diese Werte jedoch nicht den Europäern allein, sondern allen Menschen, die in einer humanistischen Welt leben wollen.

Europäische Werte sind universell, d.h. sie können als Einladung für alle Hochkulturen verstanden werden, durch die Umsetzung dieser grundlegenden 6 Schritte eine humanistische Gesellschaft aufzubauen.

Europäische Werte sind universelle humanistische Werte, deren Ziel freie, aufgeklärte und selbständige Menschen sind.